Das ist nicht meine Geschichte!

G
Bildende Kunst
O
Graz
 

Geschichtsschreibung ist Definitionssache, nicht selten gewinnen Nationalismus oder Imperialismus dabei die Oberhand. Eine Ausstellung über Gegenentwürfe.

Tipp


Recycled History

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26/09 – 18/10

< rotor >
Mo – Fr 10.00 – 18.00 & Sa – So 12.00 – 18.00

Eintritt frei

 

19/10 – 28/11

< rotor >
Mo – Fr 10.00 – 18.00 &
 Sa 12.00 – 16.00

Eintritt frei 

 

Eröffnung Sa 26/09, 19.00

 

Mit bankleer (DE), Yevgenia Belorusets (UA), Dante Buu (BA), Kiluanji Kia Henda (AO/PT), Jakob Lena Knebl / das_em (AT), Marina Naprushkina (DE/BY) 

Kuratiert von Anton Lederer (AT) & Margarethe Makovec (AT)


Die Lesart und Interpretation von geschichtlichen Ereignissen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Die Einschätzung wie auch die Wertschätzung des Vergangenen resultiert vor allem aus den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen – das gilt auch für jüngst Stattgefundenes. Der Wechsel von Regimen kann zu einem gänzlich anderen Verständnis von Historie führen – bis hin zu einer vollständigen Neudefinition. Demnach ist Geschichte ebenso eine Konstruktion wie sämtliche gesellschaftlichen Vereinbarungen, die immer wieder neu verhandelt und tradiert werden.
Die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung hinterfragen dieses Erbe kritisch und wollen scheinbar Festgeschriebenes nicht so ohne Weiteres hinnehmen: „Das ist nicht meine Geschichte!“ Was in der Vergangenheit unter bestimmten Vorzeichen formuliert wurde, wird nun umformuliert und ermöglicht künftigen Generationen eine neue Lesart. Die Arbeiten machen deutlich, dass ihre Urheber in Opposition zu jenen Geschichtsschreibungen stehen, die von Nationalismus, Imperialismus, Xenophobie oder Sexismus geprägt sind. Die Künstlerschaft wird hier zu einer zivilen Bewegung, die mit den Mitteln der Kunst Widerstand leistet.

Koproduktion steirischer herbst & < rotor >